Kitesurfen in Barcelona – das sind die besten Kitespots rund um die Metropole
Kitesurfen in Barcelona? Sicher nicht das Erste, was einem bei der spanischen Metropole einfällt – Johannes Breunig ist da als Kite- und Barcelona-Experte aber anderer Meinung.
Kitesurfen rund um Barcelona – hatte ich lange auch nicht für möglich gehalten. Bis ich nicht weit von der spanischen Metropole selber am Schirm hing. Tapas, Kultur, Parties und ab un zu kiten gehen – als Kitesurfer wird das Leben kaum besser werden! Das weiß auch Johannes Breuning von welovebarcelona.de zu berichten.
Barcelona ist faszinierend, ich habe mich gleich bei meinem ersten Besuch pudelwohl gefühlt. Ok, die Wellen sind nur ab und zu toll (➟ die besten Surfspots in Barcelona), und hin und wieder quillt die Stadt vor Touristen über – trotzdem ist die spanische Großstadt absolut faszinierend und hält immer wieder Überraschungen bereit. Dass man rund um Barcelona auch Kitesurfen kann (➟ mehr Kitesurfspots) wusste ich lange nicht, bis ich auf der Heimreise aus Portugal plötzlich selber am Schirm hing.
Gastbeitrag vom kitenden Barcelona-Profi
Darum wollte ich immer mal einen Experten fragen, was rund ums Kitesurfen in Barcelona so möglich ist – und habe mich mit Johannes Breunig zusammengetan, der ein absoluter Barcelona-Experte ist und auf seiner Seite welovebarcelona.de alles Wissenswerte rund um die spanische Hauptstadt zusammengetragen hat – und jetzt bei travelonboards.de über Kitesurfen rund um Barcelona Infos, Tipps und Kitesurfspots liefert.
Quick-Check Kitesurfen in Barcelona
Tipps und Informationen zum Kitesurfen in Barcelona
Barcelona gehört auf alle Fälle zu den Städten, die du bei einem Spanien-Trip unbedingt gesehen haben solltest. Kunst und Kultur werden hier ebenso groß geschrieben wie Sport – Fussball, Handball, Surfen und Kitesurfen: In und um Barcelona gibt es tolle Spots für dich und deine Kites.
Die Anreise zum Kitesurfen rund um Barcelona
Allerdings liegen sie nicht direkt in der Stadt – wie auch? Du musst mit einer Anreisen zwischen 20 und 180 Kilometern rechnen – allerdings ist es einfacher als es sich jetzt anhört. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Mietwagen* ist das alles kein Problem. Keine Anreise dauert mehr als zwei Stunden – so hast du an Tagen mit tollem Wind definitiv immer genug Zeit, um dich auf dein Board zu schwingen.
Wie überall in Spanien sind Mietwagen super billig zu bekommen – hier findest du einen Mietwagenvergleich mit den besten Angeboten*.
Beste Reisezeit für Kitesurfer
Eine absolute Windgarantie hast du nie in an der spanischen Mittelmeerküste, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Wind oft stärker ist als vorhergesagt. Eine pauschale Aussage bezüglich Wind ist eher schwierig, da das Mittelmeer oft sein ganz eigenes Wetter macht. Aber soviel sei gesagt: Die besten Chancen auf Wind hast du in der Wintermonaten bis hinein in den Frühling – dann ist die durchschnittliche Windgeschwindigkeit 15 Knoten plus.
Equipment zum Kitesurfen in Barcelona
Ich würde eher die größere Kiterange empfehlen, da Starkwind eher selten ist – mit deinen Schirmen 9qm bis 14+qm bist du sicher gut beraten. Twintip wird wohl das Board deiner Wahl sein, auch wenn sich ein (etwas größeres) Directional sicher bei kleinen Wellen lohnen kann. Und die Foiler unter euch werden sowieso sehr viel Spaß hier haben.
In der Sommermonaten kannst du in Boardshorts kiten, ansonsten würde ich einen dünnen Wetsuit empfehlen. Und nicht vergessen: Die Mittelmeersonne verzeiht nicht, also am besten immer ordentlich eincremen. Meine persönlich getestete Empfehlung kennst du ja wahrscheinlich schon aus älteren Artikeln: SWOX ist hier mein Sonnenschutz des Vertrauens.
Kitesurfspots rund um Barcelona
Die Auswahl an guten Kitesurfspots rund um Barcelona ist nicht riesig, aber die ein oder andere Perle ist dabei. Könner, aber vor allem auch Einsteiger finden rund um die spanische Metropole super Trainings- und Übungsreviere – hier sind einige davon:
Kitesurfspot Castelldefels
Castelldefels befindet sich rund 20 Kilometer südwestlich von Barcelona und kann somit als der Home-Spot der katalanischen Metropole bezeichnet werden. Nicht umsonst wohnen hier die Stars wie Messi & Co.
Relativ einfach gestaltet sich die Anreise vom Flughafen El Prat (mit der Metrolinie L9 oder der Zuglinie R2 sowie dem Taxi aus), wobei die Fahrtdauer circa 10 bis 20 Minuten beträgt. Aber auch vom innerstädtischen Bahnhof Sants bist du mit der R2-Linie in gut 25 Minuten an deinem Ziel. Und falls du lieber den Bus nimmst, ist das ebenfalls kein Ding: Nimm einfach den l95 ab dem Plaça Catalunya und rechne mit einer 50-minütigen Anreise.
Begrenzte Kitesurf-Saison
Einmal angekommen kannst du dich am 200 bis 300 Meter breiten und sieben Kilometer langen Strand austoben. Der Startpunkt liegt beim Nautic Club „Garbí“, der nach dem gleichnamigen Wind benannt ist. Und dank dieses Süd-West-Winds geht es besonders im Frühjahr (gerade ab den Mittagsstunden) richtig gut ab.
Die Windgeschwindigkeiten schwanken dabei zwischen durchschnittlich 7 bis 10 Knoten, wobei es im Winter (zwischen Dezember und Februar sogar für Spitzenwerte bis zu 14 Knoten reicht. Dann kommt der dann wehende Tramuntana-Wind jedoch auch aus etwas ablandiger Richtung und eignet sich daher schlechter für Kite- und besser für die Windsurfer unter euch.
Ebenfalls wichtig: Die Kitesurf-Saison in Castelldefels reich nur von Anfang Oktober bis Ende Juni – ansonsten sind hier einfach zu viele Windsurfer und schwimmende Badegäste unterwegs. Kein Wunder, denn die drei Kilometer weiter im Norden liegende Promenade mit mehreren charmanten Bars und Restaurants lockt auch andere Gäste an.
Sobald die Kalenderdaten stimmen, darf hier jedoch jeden Tag von 16:00 bis 20:30 Uhr gesurft werden. Am besten an der Hafenmauer oder am Strand hinter der Hafenanlage. Wo du übrigens auch gleich gegen Gebühr parken kannst, sofern du dich für die Anreise per PKW entscheidest.
Kitesurfspot Golf de Roses
Auf meiner Hot-Spot-Liste zum Thema Kitesurfen darf neben Castelldefels auch der Golf de Roses und das Gebiet bei Sant Pere Pescador nicht fehlen. Um hierher zu gelangen musst du deinen Reiseradius allerdings ein wenig erweitern, befindet es sich doch 150 Kilometer nordöstlich von Barcelona und lediglich 60 Kilometer südlich vom französischen Perpignan.
Für die Fahrt bietet sich die Anreise per Mietwagen oder Taxi an. Vom Flughafen in Girona sind es gut 45 Minuten (60 bis 80 € per Taxi). Von Barcelona-Sants aus (90 Minuten) kannst du auch mit dem Zug nach Figueres fahren und ab da mit dem Taxi (für etwa 40 bis 50 €) weiterreisen. Aber am einfachsten ist und bleibt es, wenn du selber fährst.
Dafür erwartet dich hier ein sehr cooler und entsprechend gut besuchter Kitesurf-Spot. Der Wind eignet sich das ganze Jahr über hervorragend zum Kitesurfen. Er weht im Frühjahr als Garbí mit zwei bis vier Knoten eher sanft (schräg auflandig aus Südost) und dreht als Tramuntana im Winter mit zwischen 28 und 33 Knoten noch einmal ordentlich auf.
Kitesurfen lernen in Gold de Roses
Daraus ergibt sich als beste Anfänger-Trainingszeit ein Aufenthalt während der Sommermonate. Praktischerweise bietet der seit 2004 geöffnete ION-Club zwischen Mitte April und Mitte Oktober Anfängerkurse an. Allerdings ist es zu diesem Zeitpunkt sehr voll und eine extra Kite-Experten-Zone wurde eingerichtet, damit es nicht zu Unfällen kommt. Diese besteht vom 1. Juni bis 30. September und darf nur von Clubmitgliedern genutzt werden. (Wie gut, dass du dich für 10 Euro für deine Urlaubszeit zu einem machen kannst.) Danach kannst du aber auch wieder an anderen Stellen aufs Board steigen – genug Möglichkeiten dafür gibt es an dem gut 100 Meter breiten Strand mit diversen Strandbänken im Semi-Stehrevier auf jeden Fall.
Und falls du gleich vor Ort bleiben willst dann mach‘ das doch einfach! Der Kitesurf-Spot liegt schließlich ganz in der Nähe des überregional bekannten Campingplatzes „La Ballena Alegre“ mit mehr als 800 Plätzen für Wohnmobile, Wohnwagen und Zelte. Außerdem stehen hier rund 320 komplett mit Klimaanlage, Küche, WLAN und Fernsehen möblierte Bungalows für Gäste zur Verfügung. Von den nahegelegenen Restaurants und Cafés noch gar nicht zu sprechen. Es dürfte dir also auch bei Flaute vor Ort nicht allzu langweilig werden. Und wenn sie dir doch zu lange dauert, dann steht eben ein Städtetrip auf dem Programm.
Kitesurfspot El Port de la Selva
Fast unmittelbar an der spanisch-französischen Grenze liegt der kleine Fischerort Port de la Selva. Zwar musst du von Barcelona aus rund 170 Kilometer nach Nordosten fahren und dafür gute zwei Stunden Fahrzeit einplanen, dafür ist der Ort aber nicht so stark frequentiert wie jene, die dichter an der katalanischen Metropole gelegen sind. Außerdem erwarten dich hier gleich zwei Spots, die sich toll zum Kite-Surfen anbieten.
Für ungeduldige Zeitgenossen ist die Anreise eine eher stressige Angelegenheit, alle anderen indes freuen sich über landschaftlich schöne Strecken mit vielen Steigungen und Serpentinen. Belohnt wirst du bereits vor der Ankunft mit einem tollen Blick auf die kleine Bucht. All jene, die nicht zum Surfen hierherkommen, begeistern sich für die schönen Badestrände und Sehenswürdigkeiten wie das Benediktinerkloster Sant Pere de Rodes und die Burgruine Sant Salvador de Verdera.
Thermik als Windgarantie
Spannend für Surfer ist Port de la Selva vor allem deshalb, weil sich die Bucht fast exakt in Richtung des Nordwestwindes Tramontana öffnet. Dieser führt nicht selten zu Dünungswellen von zwei bis drei Metern Höhe, die erst kurz vor dem Strand brechen.
Der erste liegt nahe der Hafenmole und hat Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Auch als Anfänger oder ungeübter Surfer kannst du dich hier ins Wasser trauen: Sollte dich der Wind wegtreiben, endet der Ausflug in der Regel in etwa 200 – 300 Metern Entfernung am Strand. Nur beim Mistral sind die Hafengebäude für ein ungetrübtes Surferlebnis etwas im Weg.
„Secret Spot“ für Könner
Der zweite Spot liegt etwa einen Kilometer nördlich bereits außerhalb der Bucht. In der Nähe herrscht in der Hauptsaison allerdings Parkverbot, daher ist er dann etwas schwerer zu erreichen. Hinzu kommen in dieser Jahreszeit auch zahlreiche Fischerboote, die hier gerne unterwegs sind. Erfahrene Surfer lassen sich davon aber nicht abschrecken. Genauso wenig wie von dem etwas schwierigen Einstieg und den großen Brocken, die in Strandnähe als Finnenkiller im Wasser liegen. Wenn du es auch an denen vorbei geschafft hast, erwartet dich ein tolles Surfrevier, in dem du auch den Mistral voll auskosten kannst. Ich habe auch gehört, das Wellenreiter hier ganz glücklich werden sollen (➟ Surfspots in Spanien).
Die Windgeschwindigkeiten reichen in der Regel von neun bis 17 Knoten, wobei der Wind im Frühsommer mit rund zehn Knoten am wenigsten weht. Von August bis November sind es 13 Knoten und im Januar steigert er sich sogar auf 17 Knoten.
Kitesurfspot Ebro Delta
Das Ebrodelta ist den meisten Menschen vor allem als ein Naturparadies bekannt. Zudem ist es das größte Reisanbaugebiet Spaniens. Kitesurfer denken beim Ebrodelta aber vor allem an den Kite- und Windsurfspot Trabucador in der Nähe des Ortes Poble Nou.
Für deine Anreise zum vierten Highlight beim Kitesurfen in und um Barcelona setzt du dich am besten ins Auto, denn dein Ziel liegt rund 180 Kilometer südlich von Barcelona. In der Nähe von Amposta biegst du dann in das flache Ebrodelta ein. Der Spot Trabucador ist eine sechs Kilometer lange und nur rund 60 Meter breite Landverbindung zwischen dem Platja Eucaliptus und dem Naturschutzgebiet Punta de la Banya. Es handelt sich bei ihr um einen feinen Sandstrand, der Surfmöglichkeiten auf zwei Seiten bietet.
Lagune und Meer – für jeden etwas dabei
Auf der einen Seite liegt die Lagune, die mit ihrem stehtiefen Wasser und ohne Wellengang gerade für Anfänger optimal ist. In die andere Richtung liegt das offene Meer, auf dem der Wind aus allen Richtungen frei wehen kann.
Leider musst du das Revier gerade im Sommer mit vielen Badegästen teilen, die sich mit dir um die wenigen Parkplätze und das knappe gastronomische Angebot streiten. Die Verpflegung wird also meistens mitgebracht und die Parkverbote ringsherum häufig ignoriert (was allerdings teuer werden kann). Oft wird auch bemängelt, dass die Lagune stark von Seegras bewachsen ist und hier zahllose Quallen unterwegs sind.
Der thermische Wind kommt meist aus südlicher Richtung. Im Sommer erlebst du ihn meist als Leichtwind mit einer Geschwindigkeit von etwa acht bis 14 Knoten, in den kühleren Jahreszeiten kann er aber teilweise deutlich stärker ausfallen.
Kitesurfen rund um Barcelona – da geht was!
Kitesurfen und Metropole – zwei Dinge, die sich nicht ausschließen. Natürlich ist es toll, wenn du direkt von der Hängematte rüber über den Strand rein in die Fußschlaufen kannst, aber auch die Kombination aus Großstadt und Kitesurfen hat seine Vorzüge. Wenn mal Flaute herrscht oder du eine Pause vom Kitesurfen brauchst (soll es ja auch geben), dann bietet dir die spanische Metropole alles, was das Herz begehrt: Kunst und Kultur, Restaurants und Nachtleben, Sport und Freizeitaktivitäten – und so vieles mehr.
Vieles, was Barcelona zu bieten hat, findest du auf der Seite welovebarcelona.de unseres Gastautoren Johannes Breunig – schau mal rein, es gibt jede Menge Tipps und Informationen rund um die faszinierende spanische Metropole.
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