Hosteltester: Magnific Rock, Popoyo, Nicaragua
Das Hostel Magnific Rock gewinnt alleine durch seine Lage, oder vielmehr durch die Aussicht, die diese Lage bietet. Durch die exponierte Stelle auf einer vorgelagerten Landzunge hat der Gast vom Hauptgebäude aus einen 270-Grad Rundblick auf Küste und Meer. Mahlzeiten mit Meerblick – mehr geht kaum. Im ersten Stock des Hauptgebäudes befinden sich zwei Doppelzimmer, Preis inklusive Traumaussicht vom Bett aus 80 Dollar pro Nacht. Nebenan ist der Yogaraum, ebenfalls mit 270-Grad-View – einer der schönsten Yoga-Orte, die ich je gesehen habe. Die Gäste werden durch die Kurse nicht gestört, da nur einer am Tag stattfindet, entweder um 8 Uhr morgens oder um 16 Uhr nachmittags.
Anreise
Die exponierte Lage bringt allerdings auch mit sich, dass man ziemlich weit ab vom Schuss ist. Das fängt bei der Anreise an: Mit dem Bus ist diese von Managua relativ aufwendig, den letzten Kilometer muss man zu Fuss gehen (2x umsteigen, ca. 4-5 Std.). Viel komfortabler ist ein Privat-Transport, allerdings natürlich auch um einiges teurer (60-120 Dollar, vhb.) Der nächste Ort liegt ungefähr eine halbe Stunde zu Fuß dem Strand entlang entfernt. Im Dorf Guanacate gibt es einen kleinen Markt, ein paar kleine Restaurants und ziemliche viele Hostel-Alternativen. Mein Favorit hier ist das „Popoyo Beach Hostel“.
Verpflegung
Im Magnific Rock habt ihr eure Ruhe, das ist sicher! Allerdings seid ihr essenstechnisch auf die Küche des Magnific Rock angewiesen. Es gibt Frühstück, Mittag- und Abendessen. Zwischendurch kann man sich Snacks bestellen. Das Essen ist zwar nicht landestypisch, aber wirklich hervorragend vom australischen Koch zubereitet. Die Portionen dagegen sind eher überschaubar, auf jeden Fall leider keine „Surfer-Mengen“. Preislich ist es in Ordnung, alles rangiert zwischen drei bis zehn Euro (für Nica-Verhältnisse ist das teuer). Es gibt alle Getränke, von Wasser über Bier bis zu Cocktails – Happy Hour ist immer von 15 bis 17:30 Uhr. Tipp: Ich habe mir alle Utensilien für ein Müsli im Dorf besorgt und das morgens anstatt Frühstück im Haupthaus gegessen – hat keiner was gesagt.
- Am Ende der Straße steht ein Haus…
- Dorm und Doppelzimmer stehen extra
- Esszimmer mit Meerblick
- Hier gibt´s viel frische Luft
Unterkunft
- Die Form ist für jeweils vier Personen
- Chillen zwischen dem surf
- Die Leseecke für Surfbretter?
- Hier ist alles in Ordnung
Info für Surfer
Zum Main-Break Popoyo (Riff A-Frame, Outer-Reef Big-Wave) sind es ca. 15 Minuten zu Fuß am Strand entlang. Santana, der Beach-Break ist ca. 25 Minuten fußläufig. Bei gutem Swell bricht direkt vor der Haustür eine rechts über ein Riff, in Richtung Süden ist man in einer Minute an einem Beachbreak. Angenehm ist, dass alle Peaks vom Hostel aus zu sehen sind – Fernglas mitbringen!
Fazit
Das Magnific Rock ist definitiv ein besonderes Hostel; durch die Lage und den Aufbau erscheint es sehr weiträumig und engt nicht ein, wie so viele andere Etablissements diesere Art. Trotz allem will kein so rechter Wohlfühlfaktor aufkommen, das mag am notorisch unfreundlichen Personal liegen (natürlich gibt es Ausnahmen!), der australische Besitzer hingegen ist sehr nett. Vielleicht ist der Grund aber auch einfach nur der, dass man nirgends im ganzen Hostel gemütlich fläzen kann. Außerdem sind überall kleine Baustellen, die Polster sind total versifft, die Treppe ist kaputt – alles Dinge, die nicht weiter stören, die sich aber ohne großen Aufwand beseitigen ließen.
Wenn ihr Ruhe haben möchtet, Yoga mit Aussicht liebt und kein Problem mit einer hungrigen Abhängigkeit hat, dann seid ihr hier genau richtig. Wenn ihr allerdings „Paradise-Feeling“ am Strand vorzieht, dann geht lieber in Richtung Guanacate!
Also: Das Hostel hat enorm viel Potential, das leider nicht ganz ausgeschöpft wird!
Anm. d. Red.: Der Aufenthalt wurde weder gesponsert noch organisiert!
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